Ernst Heller - Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller
Pfarre Ernst Heller

Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller

 

Philipp Neri-Stiftung

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Film Besuch beim
Zirkus-Pfarrer Heller

Film 10 Jahre Circus-Pfarrer Ernst Heller

Feierliche Einsetzung des neuen Zirkus-Pfarrers Adrian Bolzern

Sonntag, 27. Juli 2014

Seit 1999 war Ernst Heller für Zirkusleute, Markthändler und Schausteller zuständig, und zwar in offizieller Mission des Vatikans. Dabei ist der Luzerner als Zirkuspfarrer zu einer schillernden Figur geworden. Er war aber für viele nicht nur ein fröhlicher Zeitgenosse, der mit seiner Klarinette Frieda immer für gute Laune sorgte, er war, was manchmal in den Medien unterging, ein ernsthafter Gesprächspartner für Menschen, die in echter seelischer und finanzieller Not waren und denen er stundenlang zuhörte.

Da er mit 67 Jahren kürzer treten möchte, suchte er lange nach einem geeigneten Nachfolger. Dieser heisst Adrian Bolzern und ist 34-jährig. Auch er hat Luzerner Wurzeln und nennt sich selbst ein „Chilbi-Bueb.“ Viele Monate hat ihn Heller in die Szene des fahrenden Volkes in der Schweiz eingeführt.

So wussten heute viele, die jeweils am ersten Sonntag des KNIE-Gastspiels in Luzern zum immer wundervollen Gottesdienst kamen: Wenn Ernst Heller den Stab an seinen Nachfolger übergibt, geht ein Abschnitt zu Ende.

Viele befreundete Seelsorger erwiesen ihre Referenz an Ernst Heller. So nahmen die protestantische Circus-Pfarrerin Katharina Hobi aus Zürich, Pater Bernhard van Welzenes aus Holland sowie Eusebio Hernandez, ein befreundeter Bischof aus Spanien, am Gottesdienst daran teil. Ihr Einzug, flankiert von Fahnenträgern einzelner Markthändler und Alphonrbläsern, war ein grossartiges Bild.

Der Gottesdienst wurde musikalisch feierlich durch die Jodlermesse Pax Montana von Heidi Bruggmann gestaltet. Zuvor zeigten wie immer junge Künstler ihr Können in der Manege.

Vor 2000 anwesenden Besuchern im Knie-Zelt wurde Adrian Bolzern nun von Weibischof Martin Gächter in sein neues Amt eingesetzt. Die Nervosität war ihm durchaus anzumerken, denn er weiss: Die Fussstapfen, in die er tritt, die sind gross. Er vergass denn auch nicht anzumerken, dass er seinen ganz eigenen Stil, seinen ganz eigenen Weg pflegen werde. Dass er mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen scheint und seine Predigt mit einem Witz beendete, das kam beim Publikum bestens an.

Nach der Amtsübergabe ging es ans Geschenke überreichen. Adrian Bolzern übergab Ernst Heller gleich mehrere: Da war einmal ein grosser Rosenkranz, den er mit dem Satz „Jetzt hast Du ja wieder mehr Zeit zum Beten“ kommentierte. Schliesslich kam noch ein Kilogramm Bienenhonig dazu, der ihm als Rentner den Lebensabend versüssen soll. Vom Schaustellerverband erhielt Heller ein schmuckes Karussell.

Als Überraschungsgast trat der Inhaber des Europa-Parks, Roland Mack, in die Manege. Er war extra aus Rust in den frühen Morgenstunden angereist. Er würdigte Ernst Heller als enger Freund seines Parks und als Persönlichkeit, die Grosses hinterlasse.
Auch Adrian Bolzern ging nicht leer aus. Vom Schaustellerverband erhielt er eine „Klopfkiste“ und wurde kurzerhand zum neuen Mitglied der Ländler-Formation „Heu obe n’abe“ erklärt. Wie es seit Jahrzehnten Tradition ist, spielte diese Formation in der Manege zum Schluss des Gottesdienstes auf. Mit dabei musizierte nicht nur Adrian Bolzern an seiner Klopfkiste, sondern auch der bekannte Ländler-Musiker Rene Wicky. Die Menschen verliessen beseelt das Zirkuszelt und blieben noch lange. Sie haben eine würdige und vor allem fröhliche Abschieds- und Einsetzungsfeier erlebt.

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