Ernst Heller - Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller
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Film Besuch beim
Zirkus-Pfarrer Heller

Film 10 Jahre Circus-Pfarrer Ernst Heller

Schweizergarde Schnupper-Woche 2006

Freitag, 15. September 2006

Ernst Heller mit Davide Serrago, einem Gardisten, der unlängst vereidigt wurde. Auch er ist einer jener Neu-Gardisten, der bei einer Schnupper-Woche zur Schweizergarde dabei war.

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Den Flughafen Rom Ciampino kaum verlassen, stürzte sich die Gruppe aus der Schweiz in das Römer Abenteuer, zielsicher geführt von Ex-Gardist und LTI-Mitarbeiter Stefan Gächter. Erste Station war das Hotel San Pietro an der Via Cardinal Casetta 9, das zum wiederholten Mal „Stützpunkt“ war für angehende Schweizergardisten. Es befindet sich praktischerweise nur einen Steinwurf entfernt vom Petersdom. Angekommen an der Porta Sant’ Anna, dem Haupteingang zum Vatikan, genossen die Jugendlichen erst einmal das Schauspiel, das sich hier ihnen bot: Hupende Roller, staunende Touristen, gestikulierendes Priester-Personal - hier wird immer Filmreifes geboten.
Die Gruppe betrat den Eingang zur Kaserne mit dem festen Ziel, das Leben der kleinsten Armee der Welt von innen kennen zu lernen. Die meisten der 16 bis 18-Jährigen hatten in diesem Jahr schon die 500-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten der Garde im Fernsehen verfolgt und kannte die Armee bereits schon mehr als nur vom Hörensagen her. Bei einigen war der Vater, der Bruder oder ein Verwandter Gardist, andere wiederum waren im Kontakt mit Jugendlichen, die nach einer Schnupperwoche Gardist geworden sind. Richtig Feuer gefangen hatten wohl aber viele während der von den Fernsehanstalten weltweit übertragenen Vereidigung neuer Gardisten auf dem Petersplatz am 6. Mai dieses Jahres.
Bei einer Einführung durch Garde-Kommandant Elmar Mäder erfuhren die Jugendlichen, dass die Schweizer Garde gerade in der Zeit nach dem 11. September 2001 ein Korps ist mit ernstem Sicherheitsauftrag. Einen anschaulichen Einblick erhielten sie dabei beim Blick in die Waffenkammer und den Gymnastik-Raum, der zeigte, dass dieser Dienst mehr ist, als eine schmucke Touristenattraktion. Korporal Erwin Niederberger führte auch in diesem Jahr die Gruppe durch die diversen Trakte der Garde-Kaserne und gab einen kenntisreichen Einblick in den praktischen Teil der Soldatenausbildung wie dem Einzel- und Verbandsexerzieren. Er klärte auf, was Trohn - und Schidlwache zu bedeuten hat und zeigte auf, welche Papiere hier wer und warum am Eingang vorzuweisen hat. Dabei wies er darauf hin, wie wichtig im Aussendienst profunde Menschenkenntnis sind. Immer wieder muss sich der Gardist nämlich mit „falschen“ Kardinälen, Priestern und Bischöfen abgeben. Er zeigte den Jugendlichen auch die Näherei, in der die blau-rot-gelben Uniformen massgeschneidert werden. Besonders interessant war für sie wohl auch der Blick in ein Gardisten-Zimmer. Mit Flachbildschirmen, DVD-Geräten und W-LAN-Anschlüssen sind sie technisch mittlerweile perfekt ausgerüstet.
Die Mahlzeiten wurden in der Garde-Kantine eingenommen, wo auch die aktiven Gardisten zugegen waren. Brennende Sonne, stundenlanges Stehen, nervende Touristen – die Jugendlichen erfuhren hier von den Gardisten auch viel Wissenswertes über die weniger angenehmen Seiten eines Gardisten-Alltages.
An einem weiteren Tag stand ein Besuch im päpstlichen Palast an. Einmal mehr führte Korporal Erwin Niederberger durch den labyrinthisch anmutenden Palast mit all den vielen meist unbekannten Flügeln, Gängen und Höfen. Er zeigte ihnen den Ort, wohin der Papst fliehen kann, wenn Gefahr in Verzug ist. Auch konnten die Jugendlichen einen Blick werfen in die Sala Regia und die Sixtinische Kapelle, wohlgemerkt, ohne lange in Touristenschlangen ausharren zu müssen. Dies galt auch für das Grab von Johannes Paul II., wo die Besucher normalerweise im Sekundentakt durchgeschleust werden.
Eigentlich wäre am Mittwoch auch eine Audienz mit dem Papst eingeplant gewesen, doch just zu dem Zeitpunkt weilte der Pontifex zu einem offiziellen Besuch in Bayern. Die Organisatoren dieser Schnupperwoche hatten jedoch für die Jugendlichen ein attraktives Ersatzprogramm ausgesucht: Der Besuch in Castel Gandolfo, der Sommerresidenz des Papstes. Per Bus ging es über die Via Apia zu einem Ort in den Albaner Bergen oberhalb des Albaner Sees, der etwa 20 Km südöstlich von Rom in der Campagna Romana gelegen ist. Dort konnten sie nicht nur die päpstlichen Villen bestaunen, sondern auch in einem langen Spaziergang die wundervollen Gärten des Belvederes geniessen. Teiche, Steinsäulen, Brunnen und massgeschneiderte Hecken – es war ein überirdisch schöner Ort, der sich hier vor den Gästen aus der Schweiz auftat.
Mit vielen Bildern und Anregungen in den Köpfen endete die Reise mit dem Flug von Rom zurück nach Basel. Ernst Heller ist sich sicher, dass es auch diesmal wieder Jugendliche geben wird, die das Abenteuer Schweizergardist auf sich nehmen wollen.

BILDERGALERIE »Schweizergarde Schnupper-Woche 2006«

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