Ernst Heller - Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller
Pfarre Ernst Heller

Pfarrer für Circus, Markthändler und Schausteller

 

Philipp Neri-Stiftung

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Film Besuch beim
Zirkus-Pfarrer Heller

Film 10 Jahre Circus-Pfarrer Ernst Heller

Schnupperwoche bei der Schweizergarde

Freitag, 9. Oktober 2009

Jugendliche der Schnupperwoche unterwegs auf dem Petersplatz.

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Im Schlepptau hatte Ernst Heller diesmal 43 Schnupperlehrlinge aus allen Kantonen der Schweiz, die sich zur Schnupperwoche 2009 angemeldet hatten.
Erneut fand die Reise unter der kundigen Organisation von Ex-Gardist Stefan Gächter statt.
Ernst Heller selbst ist seit fast 10 Jahren auf dieser Tour dabei und sie bereitet ihm noch immer grosse Freude.
Daniel Anrig, der neue Garde-Kommandant, gab am ersten Tag einen facettenreichen Einblick in die unterschiedlichen Dienste und Geschichte der Schweizergarde. Ein für ihn notwendiger Informations-Nachmittag, denn die Garde ist ein professionell geführter Sicherheitsdienst zum Schutze des Papstes, keine herzige Touristenattraktion.
Nicht umsonst heisst es im Wahlspruch der Garde: "acriter et fideliter – tapfer und treu". In Tapferkeit und Treue versieht das Korps seinen Dienst an Papst und Kirche. Nicht nur in Extremsituationen wie 1527, als 147 Gardisten ihr Leben für den Papst liessen, sondern auch in der heutigen Zeit.

Weiter wurde ein Film gezeigt, den das Schweizer Fernsehen hier einst drehte. U.a wurde dort dem "Mord im Vatikan", dem Fall Cedric Tornay, beachtlich Platz gegeben. Für die Jugendlichen war somit auch hier sofort klar, dass es sich nicht um einen Ferienjob handelt.

Neben Ernst Heller und Erwin Niederberger führte auch Ex-Gardist Donat Schöllhammer durch die Kaserne. Die Jugendlichen konnten von seinem Insiderwissen sehr profitieren.
Die jungen Schweizer sahen auf ihrer Tour durch den Vatikan nicht nur die Garde-Kaserne mit Armeria, Schneiderei und Gardisten-Zimmern, sondern auch viele markante Punkte im 44 Quadratmeter grossen Ministaat. So etwa die Post, die Lebensmittelläden und Tankstellen, wo die Monsignoris in ihrem Alltag anzutreffen sind, ebenso die Port Sant Anna, der Haupteingang des Kirchenstaates. Leider war dieses Jahr die Mosaik-Werkstatt nicht dabei. Eine Loggia im Apostolischen Palast konnten die Jugenlichen nicht passieren, da beim Papst hoher kirchlicher Besuch angesagt war. Zugegegen war übrigens auch Bundesrat Pascal Couchepin, der die Schweizergarde gut kennt und ihr verbunden ist.
Einige der Jugendlichen nutzten die Gelegenheit und sprachen mit Gardisten über ihren Dienstalltag. Manche wollen sofort in die Kaserne eintreten.
Sie interessierte all das, was das Fernsehen nicht zeigen kann: Wie es ist, stundenlang bei Audienzen in der Sonne auszuharren. Wie es ist, Wache zu schieben in den hintersten Winkeln des Papstpalastes. Was Gardisten erleben, wenn sie in Castel Gandolfo sind, wie schnell man des Italienisch mächtig ist. Mit jedem Tag wuchs das Interesse am Leben im Herzen des Kirchenstaates, der viele nur vom Dan Brown-Thriller "Illuminati" kennen.
Nach fünf Tagen im Vatikan haben die Jugendlichen gemerkt: Nach aussen hin erscheint die Welt der Gardisten wie ein Relikt aus einer anderen Epoche, aber die jungen Männer gehen mit der Zeit. Einige der Garde-Aspiranten werden sich wohl den 6. Mai, der Tag der Vereidigung, bereits vormerken.

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